Abbaye de Fontenay

Die Abtei von Fontenay wurde im Jahr 1118 gegründet, nur 20 Jahre nach Gründung des Zisterzienserordens. Zu ihrer Blütezeit im 13. Jahrhundert lebten hier mehr als 200 Mönche. Zur Zeit der Französischen Revolution zählte man aber nur noch etwa ein Dutzend Mönche. Im Jahr 1790 wurde die Abtei geschlossen. 

Nachdem die Abtei von Fontenay in Privatbesitz gelangte, wurde im Jahr 1820 eine Papierfabrik auf dem Gelände errichtet. 1906 kaufte Edouard Aynard, ein Bankier und Kunstliebhaber aus Lyon, die Abtei und stellte den ursprünglichen Zustand wieder her. Seit 1981 gehört die Abtei von Fontenay zum UNESCO Weltkulturerbe.

Der große Garten der Abtei von Fontenay liegt hinter Kirche und Schlafsaal.

Die romanische Abteikirche der Abbaye de Fontenay wurde 1147 von Papst Eugen III. nach 8 Jahren Bauzeit geweiht. Sie ist 66 Meter lang und 16,7 Meter hoch. Es gibt keine Bestuhlung und nur festgetretenen Lehmboden. Links vom Chor befindet sich die Steinstatue der Madonna von Fontenay aus dem 13. Jahrhundert. Der gotische Altar stammt aus der gleichen Zeit.

Das Herz des Klosters – der Kreuzgang – der Abtei von Fontenay gilt als Meisterwerk der Romanik. Der Innenhof misst 36 mal 38 Meter. Hier lasen die Mönche oder verrichteten praktische Arbeiten.

Der 56 Meter lange Schlafsaal (Dormitorium) der Abtei von Fontenay wird überwölbt von einem riesigen Eichengebälk, welches aus dem Jahr 1450 stammt. Alle Mönche schliefen hier auf einfachen Strohsäcken auf dem Boden. Der Schlafsaal war nicht beheizt.

Die Schmiede der Abtei von Fontenay entstand am Ende des 12. Jahrhunderts. Das Gebäude misst 53m Länge und 13,5m Breite. Die Mönche gewannen Eisenerz aus den Hügeln in der Umgebung und fertigten Handwerkszeug. Beeindruckend ist der mit Wasserkraft betriebene Schmiedehammer, der hier zu sehen ist.

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